Das Smartphone am Arbeitsplatz nutzen?

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Nur mal schnell draufschauen – Das Smartphone kann am Arbeitsplatz zur Gefahr werden

Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom nutzten bereits im Jahr 2016 rund 54 Millionen Menschen ab 14 Jahren in Deutschland ein internetfähiges Mobiltelefon. Das sind knapp 80 Prozent aller Bundesbürger. Für die meisten ist das Smartphone ein täglicher Begleiter und wird zur Kommunikation, zum Checken der sozialen Netzwerke oder zur schnellen Suche nach Informationen im Netz genutzt. Smartphones bieten tatsächlich unzählige Möglichkeiten, die vor nicht allzu vielen Jahren noch unvorstellbar waren. So wundert es auch kaum, dass zahlreiche Arbeitnehmer ihr Smartphone nicht nur mit zur Arbeit nehmen, sondern auch am Arbeitsplatz nutzen. Je nachdem, welche Tätigkeit ausgeübt wird, kann das eine Gefahr darstellen, da das Unfallrisiko durch die permanente Ablenkung erhöht wird. Aber auch in Büroberufen sollte man sich mögliche gesundheitliche Risiken der Smartphone-Nutzung bewusst machen.

Gabelstapler

Eine Tätigkeit, bei der das Smartphone absolut tabu sein sollte.

Gefahr durch Abklenkung

Es gibt Tätigkeiten, bei denen das größte Problem bei der Handy-Nutzung nicht etwa verlorene Arbeitszeit, sondern die Gefahr von zum Teil schwerwiegenden Unfällen ist. Das gilt zum Beispiel für das Bedienen von Maschinen und Anlagen, aber auch für Jobs in der Logistik wie etwa Gabelstapler- oder Kranfahrer. Hier ist es wichtig, dass Mitarbeiter ihr volle Aufmerksamkeit auf die Arbeitstätigkeit legen und sich nicht durch ein Smartphone ablenken lassen, um Personen- und Sachschäden zu vermeiden.

Auch in Bereichen, in denen besondere Brand- oder sogar Explosionsgefahr herrscht, sollte auf keinen Fall ein Handy genutzt werden. Man kennt das vom Mobiltelefon-Verbot an Tankstellen. Theoretisch ist es möglich, dass vom Handy Funken ausgehen, die im schlimmsten Fall eine Explosion oder einen Brand verursachen können.

Ergonomie adé – Verspannungen dank Smartphone

Auch im Büro kann das Smartphone zu gesundheitlichen Problemen führen. Mitarbeiter, die ihr Smartphone immer in Griffnähe liegen haben, schauen bis zu 80 Mal am Tag darauf, um mal eben die Nachrichten zu checken oder zu schauen, was gerade auf Facebook los ist. Was die wenigsten wissen, die Nutzung des Smartphones ist nicht gerade das, was man ergonomische Bedienung nennen würde. Im Gegenteil, der häufige Griff zum Handy strapaziert Hände und Nacken. Mitarbeiter gehen dann nach Feierabend mit Verspannungen nach Hause, auch wenn der Arbeitsplatz noch so ergonomisch gestaltet ist.

Bis zu 80 Mal am Tag schauen Mitarbeiter auf das Smartphone

Aber nicht nur die Nackenmuskulatur , auch die Produktivität der Mitarbeiter kann stark unter der Handynutzung am Arbeitsplatz leiden. Durch ständige Benachrichtgigungen wird der Arbeitsfluss unterbrochen und die Aufmerksamkeit für die berufliche Tätigkeit sinkt. Auch die Kollegen können sich von einem laut klingelnden Mobiltelefon durchaus gestört fühlen. Daher sollte eine Regel sein, das Handy zumindest am Arbeitsplatz auf lautlos zu stellen.

Arbeitgeber dürfen die Handynutzung einschränken

Da Arbeitgeber ihren Mitarbeitern gegenüber eine Weisungsbefugnis haben, dürfen sie grundsätzlich die Nutzung von Smartphones am Arbeitsplatz einschränken. Beispielsweise darf der Chef verlangen, dass in Großraumbüros nicht mit dem Handy telefoniert wird, damit die anderen Kollegen nicht bei der Arbeit gestört werden. Auch kann er einen zeitlichen Rahmen für die Handynutzung vorgeben, da die Arbeitsleistung nicht unter der privaten Nutzung leiden darf. Gänzlich verbieten darf ein Arbeitgeber das Smartphone im Betrieb jedoch nur in Ausnahmefällen – etwa wenn das Handy Produktionsabläufe oder empfindliche Messgeräte stört. Aber das ist nur selten der Fall. In jedem Fall jedoch ist es besser, das Smartphone in der Tasche zu lassen und bis zur Pause mit dem Checken von Mails, Nachrichten usw. zu warten.

Wie ist die Smartphone-Nutzung bei Ihnen geregelt? Ab und zu ein Blick auf den Display ist ok oder absolutes No-Go?

2018-03-14T09:35:43+00:00 23.03.2018|Bewerbung & Job|