Gute Nachrichten: 2017 gab es weniger schwere Arbeitsunfälle

Die gesetzliche Unfallversicherung hat vorläufige Zahlen zu Arbeitsunfällen veröffentlicht

Laut den ersten im April 2018 veröffentlichten Daten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, ist die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle im Jahr 2017 um 0,4 Prozent auf 873.562 zurückgegangen. Allerdings gab es einen Anstieg bei den meldepflichtigen Wegeunfällen. Im vergangenen Jahr ereigneten sich 190.095 Unfälle auf dem Weg zur oder von der Arbeit. Das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen neuen Tiefstand gab es bei den neuen Unfallrenten: Sie gingen um 604 Fälle auf 18.244 neue Unfallrenten zurück.

Leider gab es 454 Arbeitsunfälle mit tödlichem Ausgang, das sind 30 mehr als im Jahr zuvor. In einigen Branchen wie der Chemischen Industrie oder dem Transport sanken die Zahlen, während sie in anderen zunahmen. 282 Beschäftigte wurden Opfer eines tödlichen Wegeunfalls, das sind 29 weniger als 2016.

Schwere Arbeitsunfälle gehen zurück

“Die Zahl der Arbeitsunfälle bleibt weiter auf niedrigem Niveau, neue Unfallrenten – das bedeutet schwere Unfälle – gehen zurück.”, sagt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV. “Aber so erfreulich die Zahlen sind, sie zeigen auch: Vom Ziel der Vision Zero, einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, sind wir noch weit entfernt. Hier setzt deshalb die neue Präventionskampagne der gesetzlichen Unfallversicherung an.” kommmitmensch wirbt für eine gute Präventionskultur in den Betrieben und Einrichtungen. Menschen sollen dafür begeistert werden, Sicherheit und Gesundheit als zentrale Werte bei ihren Entscheidungen und Aktivitäten zu berücksichtigen. Und das mit Leidenschaft. Das ist das Ziel der Kampagne.

2018-05-07T10:53:55+00:00 08.05.2018|Arbeitswelt, Gesundheit|